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Viel Spaß beim Surfen wünscht Ihnen das Rennstallteam!

Melk 2010 Drucken
Wie bei allen Events üblich, wurden direkt nach der Ankunft am Mittwoch auch diesmal der Zeltplatz und die Box zuerst bezogen. Doch eine Neuerung gab es: der Rennstall ist dieses Jahr zum ersten Mal in Österreich bei dem Event in Melk am Wachauring dabei.

Die Eröffnung der statischen Disziplinen erfolgte am Donnerstag durch den Businessplan. Wie auch schon in Hockenheim konnten wir hierbei den 25. Platz und damit 26 von 75 Punkten erreichen. Anders als bei dem Event in Hockenheim, wo er sehr viel Begeisterung bei den Judges ausgelöst hatte und wir mit dem 25. Platz bei 78. teilnehmenden Teams im vorderen Drittel landen konnten, bedeutet der 25. Platz eine Platzierung im hinteren Drittel.
Die technische Abnahme, die am späten Donnerstagvormittag folgen sollte, zog sich überraschenderweise etwas in die Länge, da teilweise Kleinigkeiten beanstandet wurden, die wir nicht nachvollziehen konnten und in Hockenheim vergangene Woche als regelkonform eingestuft wurden. Nichtsdestotrotz haben wir alle Schwierigkeiten überwunden und den Tech-Sticker gegen 14:30 Uhr erhalten. Daraufhin wurde das Fahrzeug sofort für die weiteren Abnahmen vorbereitet. Der Tilt Table stellte keine große Herausforderung dar. Den Noise Test, der mit zwei Messungen erfolgte, haben wir danach mit einmal 107dB und 109dB bestanden. Unmittelbar vor dem Design Event konnten wir dann auch beim ersten Anlauf den Brake Test hinter uns bringen.
Das Design Event verlief im Vergleich zu Hockenheim viel besser. Das unser gutes Gefühl uns nicht täuschen sollte, lässt sich an dem tollen 8. Platz sehen, der uns 110 von 150 Punkten einbrachte. Die Prüfung der Ergonomie übernahm Karl Wendlinger, seines Zeichens ehemaliger österreichischer Formel 1 Rennfahrer und unterschrieb am Ende noch auf der Nase unseres Stallardo ˈ10. Nun zieren die Signaturen von ihm und Bernd Schneider unser Fahrzeug. Den Tagesabschluss des offiziellen Teils bildete der Cost Report. Diesen konnten wir mit einem guten 12. Platz abschließen und wichtige 70 von 100 Punkten für uns verbuchen.

Die dynamischen Disziplinen, bei denen Skid Pad und Acceleration am Freitagvormittag zeitplanmäßig nacheinander stattfinden sollten, haben uns ebenso Top Ten Platzierungen beschert. Der Skid Pad wurde früh morgens bei bewölktem Himmel absolviert. Mit Platz 8 und 5,266 Sekunden konnten wir 41 von 50 Punkten unser Eigen nennen. Beim Acceleration überraschte ein heftiger Regenschauer die Teilnehmer. Das Freiberger Team konnte als einziges noch bei trockenen Bedingungen fahren. Da aber die zwei folgenden Rennboliden aus Stralsund und München Schwierigkeiten hatten bei dem strömenden Regen den Kurs zu halten, wurde das komplette Event auf den Nachmittag verlegt. Durch diese sehr gute Entscheidung, brachten wir unsere vier Versuche bei trockenem Wetter und einer abgetrockeneten Strecke hinter uns. Der resultierende 7. Platz brachte uns weitere 68 von 75 Punkten ein. Vor dem alles entscheidenden Samstag, an dem die letzen beiden dynamischen Disziplinen absolviert werden und wir bei der Fuel Economy weitere Punkte sammeln können, standen wir mit 316 von 450 vergebenen Punkten sehr gut da.

Der Start in den Samstag begann genauso früh, wie an den vorangegangenen Tagen. Um 7:30 Uhr stand das alltägliche Fahrerbriefing an. Pünktlich um 9:00 konnten alle Teams zum Autocross starten. Unseren ersten Versuch traten wir auch sehr früh an und konnten uns bereits hier mit 45,04 Sekunden im ersten Lauf und 44,20 Sekunden im vorderen Drittel platzieren. Da bis 12:00 Uhr genügend Zeit war und das Wetter immer mehr aufklarte, zögerten wir die zwei Versuche unseres zweiten Fahrers hinaus. So wurde die Strecke von der Sonne aufgewärmt und alle Teams hinterließen genügend Gummi auf der Strecke. Gegen 11:00 starteten wir unsere weiteren Läufe. Die erste Runde diente mit 46,07 zum Herantasten und Kennenlernen der Strecke. Die in der zweiten Runde erzielten 43,514 Sekunden hingegen brachten uns auf den 5. Rang! Dies führte dazu, dass wir am Nachmittag sehr spät auf die Strecke gehen sollten und 22 Rennboliden vor uns ihren Endurance zu absolvieren hatten. Das Wetter hielt gottseidank. Bei strahlendem Sonnenschein legten die Teams Runde um Runde Gummi auf den Asphalt. Das Formula Student Electric Team aus Deggendorf konnte als erster Bolide den Endurance beenden. Bis vor der Pause nach der die besten acht Teams starten sollten, gelang dies nur weiteren acht Teams. 11 weitere angetretene Teams konnten ihre Rennboliden nicht ins Ziel bringen. Bei den letzten acht Teams sollte der Prozentsatz der Endurancefinisher jedoch deutlich höher ausfallen. Lediglich die Rennboliden der TU München und der HAWKS aus Hamburg mussten Tribut zollen und konnten somit den Ausgang des Wettbewerbs nur aus der Zuschauerperspektive miterleben. Unsere beiden Endurancefahrer fuhren, wie bereits morgens im Autocross unseren Stallardo ʹ10 mit ordentlichen Zeiten ins Ziel. Mit einem 4. Platz konnten wir uns sogar um einen Platz verbessern. Der Verbrauch von 3,9 Litern, der aufgrund der Steigung im Enduranceparcours geringfügig höher lag, als beim Hockenheimer Endurance (3,69 Litern und 67,3 Punkten) ließ uns auf weitere ca. 60 Punkte hoffen. Doch es kam anders als erwartet! Da bei diesem Wettbewerb Verbrenner und Elektrofahrzeuge gleichwertig behandelt wurden (!?!) und es eine gemeinsame Gesamtwertung gab, erhielten wir bei der Fuel Economy Wertung 7 Punkte. Das Team aus Loughborough mit einem Verbrauch von 5,5 Litern sage und schreibe 50 Minuspunkte. Alles in allem haben wir in der Gesamtwertung einen 8. Platz (von 28 Teams) ergattern können. Würde man die Verbrenner getrennt von den Elektrofahrzeugen betrachten (die immerhin eigene Awards ausgehändigt bekamen (!?!)) können wir mit einem 6. Platz prahlen.
 
Hockenheim 2010 Drucken
Über 2.800 Studenten haben sich in der ersten Augustwoche nach Hockenheim begeben und auch wir waren dieses Jahr wieder mit von der Partie, als die Formula Student Germany zu ihrem internationalen Konstruktionswettbewerb rief.

Bereits am Dienstagmorgen war der erste Teil des Teams auf den Weg nach Hockenheim, um alle nötigen Vorbereitungen zu treffen: der Zeltplatz wurde bezogen, die Zelte aufgebaut und die Teamverpflegung für eine ganze Woche besorgt. Parallel hierzu befand sich ein anderer Teil des Teams noch in heimischen Gefilden, um den Stallardo ˈ10 noch ein letztes Mal vor dem großen Event in Hockenheim zu testen. Am Abend hieß es aber auch für sie: Abreise nach Hockenheim.

Der Mittwoch begann planmäßig mit dem vom Veranstalter vorgegebenen Beziehen der Boxen. Weiterhin wurde das Fahrzeug für die am Donnerstag anstehende technische Abnahme vorbereitet. Diese verlief, zu unserer Freude, sehr unkompliziert. Es gab keinerlei größere Beanstandungen, wodurch ein schnelles Weitergehen zum Tilt Table, Noise Test und Brake Test erfolgen konnte. Auch diese konnten wir problemlos bestehen. Mit den für eine Fahrt auf dem Eventgelände benötigten Stickern, wurden noch mehrere Testruns absolviert und am Abend erfolgte schließlich noch die Vorbereitung auf die statischen Disziplinen, die am Freitag folgen sollten.

Die Business Plan Presentation stand als erste statische Disziplin an. Nach positivem Feedback waren wir sehr zuversichtlich, was die Platzierung und die Punktzahl anging. Mit Platz 25 und 59,76 Punkten konnten wir wichtige erste Punkte für uns verbuchen. Kurz nach dem Mittag erfolgte Teil zwei der statischen Disziplinen: das Engineering Design Event. Leider verlief dies für uns nicht so gut wie erhofft. Trotz sehr guter Vorbereitungen, wurden unsere Mühen nicht belohnt und dies spiegelte sich im Ergebnis wieder: Platz 36 mit 75 Punkten. Ein durchaus enttäuschendes Resultat. Den anschließenden Cost Report beendeten wir auf Platz 44 mit 65,30 Punkten. Mit den Statics für dieses Event abgeschlossen, konnte der Rennstall sich nun ganz auf die weiteren Vorbereitungen für die dynamischen Disziplinen konzentrieren. Weitere Testfahrten wurden erfolgreich absolviert und Kleinigkeiten nachgebessert.

Der Samstagmorgen begann ebenso früh, wie die Tage zuvor. Wir hatten uns entschieden das Können unseres Stallardo ʹ10 beim Acceleration als erstes unter Beweis zu stellen. Gegen 10 Uhr und unter besten Bedingungen konnten wir im letzten Versuch eine Zeit von 4,220 Sekunden vorweisen. Ein durchaus zufriedenstellendes Ergebnis, das letztendlich eine Top-10-Platzierung mit sich brachte. Der anschließende Skid Pad war von Chaos gezeichnet. Kurz bevor unser erster Fahrer zu seinem Versuch antreten konnte verlor ein Fahrzeug Öl auf der Strecke. Eine Unterbrechung war die Folge, in der die Teams bei strahlendem Sonnenschein warten mussten, bis das Bindemittel seine Wirkung zeigte. Nach 45 Minuten wurde der Betrieb wieder aufgenommen, allerdings war die Warteschlange mittlerweile so lang, dass es zu einer Massenabfertigung ausartete. Die auf dem Bindemittel herausgefahrenen Zeiten waren bei allen Teams leider nur sehr bescheiden. Dies bestätigte auch unser erster Versuch. Das Zeitfenster wurde lediglich um 30 Minuten verlängert. Dies führte dazu, dass wir nur noch ein Team vor uns habend, keine weiteren zwei Versuche mit unserem zweiten Skid Pad Fahrer absolvieren durften. Dieses Schicksal teilten 20 weitere Fahrzeuge in der Schlange. Leider hat der enge Zeitplan des Events es nicht mehr zugelassen das gegebene Zeitfenster zu vergrößern. Dass das Glück uns nicht hold war, zeigte sich ebenfalls im anschließenden Autocross. Zuerst ein paar Hütchen, dann ein Sicherheitsrun vom zweiten Fahrer und abschließend ein Dreher. Mit einer Zeit von 55,692 Sekunden, landeten wir auf Platz 22 und qualifizierten uns damit für den 55. Startplatz im Endurance. Die langsameren Teams sollten also morgens, die schnelleren Nachmittags fahren.

Nach dem sehr sonnigen Samstag hielt das Wetter am Sonntag nicht das Beste für die teilnehmenden Teams bereit. Die ersten am Sonntag starteten Teams sollten immer wieder von Regen heimgesucht werden. Kurz vor Mittag wurde der Endurance offiziell unterbrochen, um den fahrenden Teams die Möglichkeit einzuräumen auf Regenreifen umzusteigen. Wir hatten mit unserem 55. Startplatz eine Startzeit zwischen 14:00 Uhr und 15:00 Uhr ergattert und hofften inständig auf eine Wetterbesserung. Als wir schließlich an der Reihe waren und unser erster Fahrer seine ersten Runden drehen konnte, war nicht nur vom Regen nichts mehr zu sehen, die Strecke war ebenfalls bereits komplett trocken. Nach einer anfänglichen 54er-Zeit für die erste Runde, steigerte sich unser Fahrer immer mehr und führte schnell und konstant das Feld mit Spitzenzeiten an: 50,3 Sekunden. Dies war die beste Rundenzeit, die nur von wenigen Teams geschlagen werden konnte. Zum Ende der 11km allerdings wurden die Zeiten nicht schneller, sondern gar langsamer. Und nach dem anschließenden Fahrerwechsel sogar noch langsamer. Eine 56er-Zeit war ab diesem Zeitpunkt die schnellste auf der Anzeigetafel. Dieser enorme Zeitverlust ließ sich bei dem ersten großen Check in Esslingen schnell erklären: einer unserer Reifen hat Luft verloren und zudem ist ein Stabi gerissen. Wir sind sehr froh, dass wir trotz diesen Problemen erfolgreich ins Ziel fahren konnten! Summa summarum haben wir im Endurance einen weiteren Top-10 Platz belegen und bei der Fuel Effecency auf Platz 11 verbessern können. Dies führte dazu, dass wir unseren 11. Platz vom letzten Jahr bestätigt haben.

Nun steht auch schon das zweite Event vor der Tür und vom 11. – 14.08. geht es nun darum in Melk (Österreich) wieder Punkte zu sammeln.
 
Wasserstrahlschneiden bei der Gebr. Hohl GmbH Drucken
Verfolgt man die Berichte auf unserer Homepage, so könnte man vermuten, dass wir nur damit beschäftigt waren unsere Rennboliden auszustellen und zu präsentieren. Doch weit gefehlt! Die Fertigung unseres Stallardo '10 hat nicht gelitten und dass wir fleißig waren, davon können einige Fertiger und Sponsoren ein Lied singen.

Wie auch die Gebr. Hohl GmbH, die uns als Goldsponsor seit Anfang des Jahres bei der Fertigung mit  wasserstrahlgeschnittenen Teilen unterstützen. Das Wasserstrahlschneiden funktioniert mit 0,05 mm Toleranzen! Schnell, präzise und mit modernster Schwenkkopf-Technik schneidet die Gebr. Hohl GmbH Einzelstücke, Prototypen und Serien für renommierte Kunden aus den Bereichen Automotive, Werkzeugbau, Maschinenbau und der Verpackungstechnik.

Unsere Bremsscheiben und die Geberräder (siehe Bilder), sowie Teile für den Benzintank, den Öltank, die Rocker- und Stabihalter, den Catchtank und weitere Kleinteile haben wir in die Hände unseres Goldsponsors gegeben und sind von dem Ergebnis mehr als begeistert!

Doch nicht nur Wasserstrahlschneiden steht auf dem Programm der Gebr. Hohl GmbH, sondern auch das Laserbeschriften mit modernster Faserlaser-Technik.

Wir danken dem gesamten Gebr. Hohl-Team für die tolle und unkomplizierte Unterstützung!

 
Unterstützung durch 3M Drucken

Dass unser Stallardo '10 letztendlich so aussieht, wie er aussieht, verdanken wir zum Teil der tollen Unterstützung unseres Silbersponsors 3M. Mit den Folien für die Außenhaut, die sie uns zur Verfügung gestellt haben, konnten wir unser gesetztes Ziel hinsichtlich der Farbgestaltung ohne Probleme umsetzen. Die zwei Folien aus den Serien Scotchcal Car Wrap und Trim Line haben wir für die zweifarbige Gestaltung der Außenhaut eingesetzt.

Unser Lenkrad konnte ebenfalls aufgewertet werden. Damit der Fahrer beim Blick auf das Lenkrad seinen Fokus auf die Einzeigeelemente behält, wurde die Tönfolie auf dem Display unseres Lenkrades zum Abdecken aller anderen Bauteile eingesetzt. Somit ist gewährleistet, dass immer nur die leuchtenden Elemente angezeigt werden.

Mit Lichtleitern vom Typ Precision Lighting Elements planen wir die Umsetzung unserer Bremsleuchte. Hierbei befinden wir uns allerdings noch in der Testphase. Mit Zuversicht blicken wir auf eine erfolgreiche Umsetzung.


 

Platin Sponsoren

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